Pressemitteilung www.gruene-bundestag.de
Anlässlich einer heute veröffentlichten Studie der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" zur aktuellen Bildungssituation deutscher Sinti und Roma erklären Tom Koenigs, Vorsitzender des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe, und Volker Beck, Sprecher für Menschenrechtspolitik:
Nur 2,3 Prozent der Roma und Sinti in Deutschland haben ein Gymnasium besucht. In der Gesamtbevölkerung sind es 24,4 Prozent. Es ist schockierend, dass 44 Prozent der Befragten keinerlei Schulabschluss besitzen. Das Menschenrecht auf Bildung für Roma und Sinti wird in Deutschland verletzt.
Statt mit dem Finger auf osteuropäische Staaten zu zeigen, sollte die Bundesregierung erst einmal vor der eigenen Haustür kehren. So gewinnt sie dann auch mehr Glaubwürdigkeit gegenüber den EU-Mitgliedstaaten, wenn es darum geht, die Diskriminierung der Sinti und Roma in diesen Ländern anzugehen.
Wir fordern die Bundesregierung auf, eine nationale Roma-Strategie vorzulegen, um Diskriminierung und gesellschaftliche Ausgrenzung in den Bereichen Bildung, Beschäftigung, Gesundheitsfürsorge und Wohnraum auch in Deutschland zu beseitigen.
Gleichzeitig sollte die Bundesregierung keine Roma mehr in den Kosovo abschieben. Derzeit sind Rückführungen in den Kosovo unverantwortlich, da Roma dort keinerlei Bildung, Lebensperspektiven und Lebensgrundlagen finden.
Dienstag, Mai 24, 2011
Freitag, April 08, 2011
GRÜNE: Lebensbedingungen der Roma in Europa verbessern
Zum internationalen Roma-Tag erklärt Claudia Roth, Bundesvorsitzende
von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:
"Im Europa von heute sind Roma vielfach benachteiligt und zahlreichen Diskriminierungen ausgesetzt. Sie leben oft am Existenzminimum und haben wenig Zugang zu Bildungsmöglichkeiten, Beschäftigung oder dem Gesundheitssystem. Es ist ein Teufelskreis, der es den Menschen fast unmöglich macht, ihre schwere sozioökonomische Lage zu überwinden.
Die Anfang April von der EU-Kommission vorgestellte Inklusionsstrategie zur Verbesserung der Lebensumstände von Roma in Europa ist bitter nötig. Ob Ausweisungen aus Frankreich, die wachsenden rechtsextremen Übergriffe gegen Roma in Ungarn oder auch die geplanten Abschiebungen von 10.000 Roma aus Deutschland ins noch immer gebeutelte Kosovo zeigen: Wenn es um die Rechte der Roma geht, fühlt sich viel zu oft niemand verantwortlich.
Die Inklusionsstrategie mag zwar ein Schritt in die richtige Richtung sein, aber letztendlich beinhaltet sie noch immer viele Lücken. So ist überhaupt nicht nachvollziehbar, warum die Betroffenen selbst völlig aus dem Erarbeitungsprozess ausgeschlossen wurden und warum keine konkrete Maßnahmen gegen die Diskriminierung der Roma darin enthalten sind.
Wir brauchen eine breiter aufgestellte europäische Strategie, die sowohl die Inklusion der Roma im Blick hat, als auch konkrete Maßnahmen gegen ihre Diskriminierung enthält. Die Diskrimierung von Roma durch Behörden, Polizei oder in der Öffentlichkeit muss beendet werden. Leider ist das aber gerade in osteuropäischen Ländern bitterer Alltag für viele Roma.
Die Inklusionsstrategie muss jetzt auch wirklich jeweils vor Ort umgesetzt werden. Darauf muss die EU-Kommission ein Auge haben. Auch die Bundesregierung ist gefordert, hierzulande gegen Hetzkampagnen und Diskriminierungen entschieden vorzugehen.“
von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:
"Im Europa von heute sind Roma vielfach benachteiligt und zahlreichen Diskriminierungen ausgesetzt. Sie leben oft am Existenzminimum und haben wenig Zugang zu Bildungsmöglichkeiten, Beschäftigung oder dem Gesundheitssystem. Es ist ein Teufelskreis, der es den Menschen fast unmöglich macht, ihre schwere sozioökonomische Lage zu überwinden.
Die Anfang April von der EU-Kommission vorgestellte Inklusionsstrategie zur Verbesserung der Lebensumstände von Roma in Europa ist bitter nötig. Ob Ausweisungen aus Frankreich, die wachsenden rechtsextremen Übergriffe gegen Roma in Ungarn oder auch die geplanten Abschiebungen von 10.000 Roma aus Deutschland ins noch immer gebeutelte Kosovo zeigen: Wenn es um die Rechte der Roma geht, fühlt sich viel zu oft niemand verantwortlich.
Die Inklusionsstrategie mag zwar ein Schritt in die richtige Richtung sein, aber letztendlich beinhaltet sie noch immer viele Lücken. So ist überhaupt nicht nachvollziehbar, warum die Betroffenen selbst völlig aus dem Erarbeitungsprozess ausgeschlossen wurden und warum keine konkrete Maßnahmen gegen die Diskriminierung der Roma darin enthalten sind.
Wir brauchen eine breiter aufgestellte europäische Strategie, die sowohl die Inklusion der Roma im Blick hat, als auch konkrete Maßnahmen gegen ihre Diskriminierung enthält. Die Diskrimierung von Roma durch Behörden, Polizei oder in der Öffentlichkeit muss beendet werden. Leider ist das aber gerade in osteuropäischen Ländern bitterer Alltag für viele Roma.
Die Inklusionsstrategie muss jetzt auch wirklich jeweils vor Ort umgesetzt werden. Darauf muss die EU-Kommission ein Auge haben. Auch die Bundesregierung ist gefordert, hierzulande gegen Hetzkampagnen und Diskriminierungen entschieden vorzugehen.“
Freitag, Juni 25, 2010
Donnerstag, April 08, 2010
Antiziganismus gesellschaftlich ächten - Abschiebungen von Roma stoppen
PRESSEMITTEILUNG NR.0393 Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
Zum Welttag der Roma erklärt Volker Beck, Sprecher für Menschenrechtspolitik:
Die Bekämpfung des Antiziganismus muss für uns eine Lehre aus der Geschichte, Verantwortung in der Gegenwart und ein Auftrag für die Zukunft sein. Der Bundesregierung würde es deshalb gut zu Gesicht stehen, endlich ein Zeichen der Anerkennung zu setzen. Es reicht nicht, nur der toten Roma und Sinti mit einem Mahnmal zu gedenken, wenn die heute noch Lebenden unsere Solidarität benötigen. Deshalb fordern wir die Bundesregierung auf, einen Plan zur besseren Integration von Roma und Sinti-Kindern in das deutsche Bildungssystem zu entwickeln und die Abschiebungen von etwa 10.500 Roma-Flüchtlingen aus dem Kosovo, die seit Jahren hier leben, zu beenden.
Der Antiziganismus hat im Holocaust zum Tod einer halben Million Sinti und Roma geführt, deren Leidensgeschichten auch heute noch weitestgehend unbekannt oder gar anerkannt sind. Die Feindseligkeit ist bis heute in allen Ländern Europas als eine stille Diskriminierung gegenwärtig. Die Tatsache, dass sich Menschen in Europa laut einer Studie (Eurobarometer 2008) am unwohlsten bei der Vorstellung fühlen, Roma und Sinti als Nachbarn zu haben, zeigt, dass wir noch viel zutun haben. Insbesondere in osteuropäischen Ländern oder Italien ist die Situation besonders beunruhigend.
(c) Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
Zum Welttag der Roma erklärt Volker Beck, Sprecher für Menschenrechtspolitik:
Die Bekämpfung des Antiziganismus muss für uns eine Lehre aus der Geschichte, Verantwortung in der Gegenwart und ein Auftrag für die Zukunft sein. Der Bundesregierung würde es deshalb gut zu Gesicht stehen, endlich ein Zeichen der Anerkennung zu setzen. Es reicht nicht, nur der toten Roma und Sinti mit einem Mahnmal zu gedenken, wenn die heute noch Lebenden unsere Solidarität benötigen. Deshalb fordern wir die Bundesregierung auf, einen Plan zur besseren Integration von Roma und Sinti-Kindern in das deutsche Bildungssystem zu entwickeln und die Abschiebungen von etwa 10.500 Roma-Flüchtlingen aus dem Kosovo, die seit Jahren hier leben, zu beenden.
Der Antiziganismus hat im Holocaust zum Tod einer halben Million Sinti und Roma geführt, deren Leidensgeschichten auch heute noch weitestgehend unbekannt oder gar anerkannt sind. Die Feindseligkeit ist bis heute in allen Ländern Europas als eine stille Diskriminierung gegenwärtig. Die Tatsache, dass sich Menschen in Europa laut einer Studie (Eurobarometer 2008) am unwohlsten bei der Vorstellung fühlen, Roma und Sinti als Nachbarn zu haben, zeigt, dass wir noch viel zutun haben. Insbesondere in osteuropäischen Ländern oder Italien ist die Situation besonders beunruhigend.
(c) Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
Samstag, Oktober 16, 2004
Projektbeschreibung
www.Zigeuner.de ist ein Web der Initiative-Dialog und seit 1998/1999 online.
War es zunächst nur ein Web, das gegen antiziganistische Vorurteile aufklärte, veränderte es seinen Schwerpunkt im Jahr 2000 zu einem Treffpunkt für Sinti, dem alsbald auch ein Treffpunkt für Roma hinzu kam.
Der Einrichtung von Foren folgte die Einrichtung von Chats.
Im Jahr 2003 kamen auch die Jenischen mit Forum und Chat hinzu.
Die Bereiche sind selbstverwaltet und wirken in einem Redaktionsgremium zusammen.
Die einzelnen Treffpunkte sollen der Kulturwahrung dienen, weshalb also vielfach in der Sprache Romanes diskutiert wird. Aber auch interessierte Außenstehende können an www.Zigeuner.de Teil haben und wir richteten dafür einen Free-Bereich ein, in dem es multikulturell zugeht. Entsprechend mulitkulturell entwickelte sich auch die Redaktion des Free-Bereichs.
Ansprechpartner für die Presse des Free-Bereichs ist Mario, der über das Free-Forum gut erreichbar ist. Da wir ehrenamtlich arbeiten, kann es dennoch zu Verzögerungen in der Beantwortung von Anfragen kommen, für die wir Ihr Verständnis erbitten.
Um die mittlerweile recht große Community optimal bedienen zu können, nahmen wir im Sommer 2002 die Domain www.Zigo.de hinzu, die sich optisch und inhaltlich von www.Zigeuner.de nicht unterscheidet, sondern nur eine Kopie auf einem zweiten Server ist.
Dadurch kann sich die Community auch dann weiter treffen, wenn mal einer der beiden Server ausfällt.
War es zunächst nur ein Web, das gegen antiziganistische Vorurteile aufklärte, veränderte es seinen Schwerpunkt im Jahr 2000 zu einem Treffpunkt für Sinti, dem alsbald auch ein Treffpunkt für Roma hinzu kam.
Der Einrichtung von Foren folgte die Einrichtung von Chats.
Im Jahr 2003 kamen auch die Jenischen mit Forum und Chat hinzu.
Die Bereiche sind selbstverwaltet und wirken in einem Redaktionsgremium zusammen.
Die einzelnen Treffpunkte sollen der Kulturwahrung dienen, weshalb also vielfach in der Sprache Romanes diskutiert wird. Aber auch interessierte Außenstehende können an www.Zigeuner.de Teil haben und wir richteten dafür einen Free-Bereich ein, in dem es multikulturell zugeht. Entsprechend mulitkulturell entwickelte sich auch die Redaktion des Free-Bereichs.
Ansprechpartner für die Presse des Free-Bereichs ist Mario, der über das Free-Forum gut erreichbar ist. Da wir ehrenamtlich arbeiten, kann es dennoch zu Verzögerungen in der Beantwortung von Anfragen kommen, für die wir Ihr Verständnis erbitten.
Um die mittlerweile recht große Community optimal bedienen zu können, nahmen wir im Sommer 2002 die Domain www.Zigo.de hinzu, die sich optisch und inhaltlich von www.Zigeuner.de nicht unterscheidet, sondern nur eine Kopie auf einem zweiten Server ist.
Dadurch kann sich die Community auch dann weiter treffen, wenn mal einer der beiden Server ausfällt.
Abonnieren
Posts (Atom)